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Holzbauweise/Konstruktion


Die Konstruktion des Kampa K8 in Holzbauweise.


KAMPA Gebäude aus Holz zeigen bereits bei der Herstellung eine positive Ökobilanz. Denn im nachwachsenden Rohstoff Holz ist mehr Energie gespeichert, als für dessen Ernte und dessen Verarbeitung und Herstellung von Holzprodukten benötigt wird. So kommt es, dass die Errichtung keine Treibhausemissionen verursacht, sondern nennenswert CO2 bindet. Das ist nachhaltiges Bauen und damit aktiver Klimaschutz.

Die Forderung nach Energieeffizienz ist sowohl Gebot des Klima- und Umweltschutzes als auch Teil der eingeleiteten Energiewende. Langfristig ist jedoch ein klimaneutraler Gebäudebestand das Ziel. Gemäß der verbindlichen Gebäuderichtlinie der Europäischen Union müssen ab Dezember 2020 alle Neubauten „Niedrigstenergiegebäude“ sein. Und gemäß der politischen Zielsetzung der Bundesregierung soll bis 2050 ein klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Projektierung des K8, das seine benötigte Energie selbst und aus regenerativen Ressourcen erzeugt.

Die Bauweise des K8 versteht sich als Plattform- bzw. Baukastenkonzept für Gebäude ähnlicher Typologien. Breite, Länge, Achsmaße und Anzahl der Geschosse sind innerhalb bestimmter Grenzen skalierbar. Errichtet wird es mit standardisierten Bauelementen, die nach ausgereiften Konstruktionsdetails im Werk vorgefertigt werden. Das heißt, die vordefinierte Planung für Tragwerk, Brandschutz und technische Gebäudeausrüstung (TGA) bleibt bei den Gebäudevariationen erhalten. Bei der Entwicklung des Plattformkonzepts arbeitete Kampa mit der TU München zusammen. Unter Anwendung dieses Baukastens lässt sich der Entwurfs- und Planungsprozess um bis zu 50 Prozent verkürzen.

Alles mit dem Ziel, Effizienz gesamtheitlich in den Mittelpunkt zu rücken, um positive Effekte sowohl für die Zukunftsfähigkeit als auch für die Wirtschaftlichkeit zu erzeugen.

Multifunktionsdeckensegel


inkl. Heiz- und Kühlsystem, Lüftungsrohre und -ventil, Elektroinstallation und Akustikplatte

Tragwerk
Auf dem Stahlbeton-Untergeschoss stapeln sich sieben Etagen. Das Tragwerk ist ein Holz- Skelettbau mit Brettsperrholz-Wänden und -Decken. Es basiert auf einem Baukastenkonzept, dessen Systematik sich auch auf Varianten des Gebäudetyps übertragen lässt.


Die Konstruktion zusammengefasst:

  • Tragsystem: Holzskelett mit Zugverankerungsstützen und aussteifenden Wandscheiben aus Brettsperrholz
  • Decken und Dach: Brettsperrholzelemente
  • Installations-Deckensegel: unter den Decken eingehängte, großformatige Rahmenelemente mit vormontierten Heiz- und Kühlelementen,
  • Lüftungskanälen/-ventilen, Elektroverkabelung und unterseitiger Akustikplatte
  • Wandsystem: Brettsperrholzelemente mit vorgehängten Dämm-/Fassadenkassetten inkl. vormontierter Fenster und Beschattungselemente
  • Treppenhaus/Liftschacht: Brettsperrholzelemente, gekapselt mit GFK, Treppenläufe und Podeste aus Beton, mit Schubdornverbindung und Betonquadern in den Brettsperrholz-Wänden verankert