Plus-Energie-Konzept des K8


Das KAMPA K8 ist von hoher energetischer Qualität und damit ein Plus-Energie-Gebäude


Die Effizienz gesamtheitlich in den Mittelpunkt zu rücken, um daraus positive Effekte für die Wirtschaftlichkeit und die Zukunftsfähigkeit zu ziehen, genau das war der Ansatz bei der Entwicklung und Errichtung des KAMPA K8. Diesen Ansatz nennt KAMPA das „Effizienzprinzip“.

Vor dem Hintergrund der Preisentwicklung am Energiemarkt spielt auch die Energieeffizienz eine wesentliche Größe für die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes. Dabei müssen sich Energieeffizienzmaßnahmen immer zuerst auf die Gebäudehülle richten, bevor in Gebäudetechnik investiert wird. Ziel ist, die Heizlasten, also die Transmissionswärmeverluste, so weit wie möglich zu minimieren und passive Wärmegewinne optimal zu nutzen, um den dann verbleibenden Heizbedarf mit möglichst wenig und möglichst einfacher Heiztechnik zu decken. Neben der hoch wärmegedämmten Bauweise auf Passivhausniveau verringern aber auch effiziente Lüftungs- und Heizungstechnik bzw. Hausgeräte oder LED-Leuchten den jährlichen Energiebedarf des K8 auf unter 5000 kWh. Die Energiegewinnung zum Heizen und Kühlen erfolgt im Gebäude mit drei Standard-Wärmepumpen in Verbindung mit einem 685 000 Liter großen Solar-Eisspeicher. Die Kristallisationsenergie dieses Wasservolumens entspricht etwa dem von 5435 Litern Heizöl und deckt den Jahresbedarf des K8. Das Be- und Entlüftungssystem arbeitet mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von mehr als 75 Prozent. Die Gebäudehülle und die hocheffiziente Gebäudetechnik mit Eisspeicherführen dazu, dass die verbleibende notwendige Antriebsenergie für Heizung, Lüftung und Warmwasser die Photovoltaikanlage auf dem Dach decken kann. Darüber hinaus erzeugt sie noch so viel Solarstrom, dass er für den Betrieb der Bürogeräte, der Beleuchtung oder zum Betanken von Elektro-Mobilen genutzt werden kann. 

Der Solar-Eisspeicher puffert die sommerliche Wärme für den winterlichen Heizbetrieb.
Die Solar-Luftabsorber nutzen die Umweltwärme,
um den Eisspeicher zu regenerieren/zu laden.
Photovoltaik-Anlagen: erneuerbar –
dezentral - kostenfrei.


Das Energiekonzept in Werten:

  •     Energetische Qualität der Gebäudehülle: ca. 55% eines Referenzgebäudes
  •     Primärenergiebedarf: ca. 40% eines Referenzgebäudes in Anlehnung an Effizienzhaus 40
  •     U-Wert Gebäudehülle: 0,102 W/m²K
  •     Endenergiebedarf: 15,1 kWh/m²a (entspricht ca. 46.000 kWh)
  •     Photovoltaik-Anlage: 60 kWp (entspricht ca. 60.000 kWh)
  •     Energie-Überschuss: 14.000 kWh
  •     Energiesystem: Sole/Wasser-Wärmepumpen mit Eisspeichertechnologie, Regeneration mit SolarLuft-Kollektoren 186 m2
  •     Eisspeicher: 685 m³
  •     Wärmepumpenleistung: 119 kW
  •     Regenerative Energieerzeugung: Photovoltaik-Anlage, 60 kWp
  •     Raumlufttechnik: Lüftung mit zweifachem Luftwechsel stündlich und 75 % Wärmerückgewinnung